#6 Komplexität beherrschen: Raumfahrt neu gedacht
Shownotes
In dieser Episode von „Next Level Engineering“ sprechen wir mit Nils Fischer, Systems Engineer und MBSE-Experte bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC in Noordwijk.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die ESA komplexe Raumfahrtmissionen mit vielen Beteiligten, verteiltem Wissen und hohen technischen Risiken beherrschbar macht.
Wir betrachten, warum Model-Based Systems Engineering (MBSE) bei der ESA längst kein akademisches Experiment mehr ist, sondern ein notwendiger Ansatz, um Komplexität, Nachverfolgbarkeit und Qualität in anspruchsvollen Missionen zu steuern.
Anhand konkreter Beispiele beschreibt Nils Fischer, wie MBSE in den jeweiligen Missionsphasen, beim Concept of Operations, in der Architekturmodellierung sowie im Umgang mit Schnittstellen, Anforderungen und bei der Verifikation eingesetzt wird.
Besonders deutlich wird dabei: Entscheidend ist nicht das perfekte Werkzeug oder ein vollständig durchmodelliertes System, sondern ein pragmatischer Einstieg mit klarem Nutzen für die Anwender. Oder wie Nils Fischer es im Gespräch auf den Punkt bringt: „Menschen machen das Engineering.“ Er beschreibt, wie Projekte durch Tailoring, Training, Communities und die enge Begleitung von Teams bei der Einführung modellbasierter Methoden unterstützt werden. So wird modellbasiertes Arbeiten nicht als zusätzliche Komplexität wahrgenommen, sondern als wirksame Unterstützung im Engineering-Alltag.
Die Episode zeigt, dass MBSE vor allem dort seinen Wert entfaltet, wo Wissen langfristig konserviert, Abhängigkeiten sichtbar gemacht und Auswirkungen von Entscheidungen früh erkannt werden müssen. Modelle sollten immer einem Zweck dienen, Unsicherheiten sichtbar machen und Menschen und ihre Aufgaben verbinden.
Seine wichtigste Empfehlung: rechtzeitig starten, Wissen aufbauen, pragmatisch bleiben, semantische Unterschiede ernst nehmen und die Begeisterung für gutes Engineering als treibende Kraft nutzen.
Weitere Informationen zu dieser und weiteren Folgen des Podcast MBSE finden Sie auf der Website des Netzwerks MBSE im VDE Bayern hier:
https://www.vde-bayern.de/de/facharbeit-regional/netzwerk-mbse
Der Podcast des Netzwerks MBSE ist eine Produktion des VDE Bayern. Sprecher des Netzwerks MBSE sind Hans Krautlager (hans.krautlager@vde-online.de und Thomas Gessner (thomas.gessner@de.zuken.com
Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des Podcasts Next Level Engineering.
00:00:12: Mein Name ist Thomas Gessner, ich bin heute Ihr Host und heute zeichnen wir auf nicht aus Bayern, nicht mal aus Deutschland sondern aus den Niederlanden und wir sind tatsächlich in den heiligen Hallen der European Space Agency der Europäischen Weltraumbehörde und dahin eingeladen hat mich mein Gastgeber und heutiger Gesprächspartner Nils Fischer.
00:00:32: vielen Dank Nils dass Sie hier aufzeichnen
00:00:34: dürfen.
00:00:36: Thema heute komplexe Projekte, viele Beteiligte und viele Unbekannte.
00:00:42: Aber wir sprechen heute nicht über die klassischen Projekten im Maschinenbau sondern wir sprechen tatsächlich über die Raumfahrt.
00:00:49: Und speziell sprechen wir darüber wie es der ESA gelingt komplexen Projektes zu steuern erfolgreich zu steuen indem wir auch MBC einen modellbasierten Ansatz nutzen.
00:01:05: Das wird das Thema heute sein.
00:01:07: Und Nils, du hast dich bereit erklärt.
00:01:09: Ein bisschen soweit es geht aus dem Nähkästchen zu plaudern und freuen wir uns sehr darüber.
00:01:13: Aber ich glaube, wir fangen erst mal damit an, dass Du Dich vielleicht vorstellst, Du bist der verantwortliche für das Thema MbSE, der Experte für MbSe so wie ich Dich seit Jahren in den Bereich der ESA habe.
00:01:25: Ich glaube, Du hast auch einen offiziellen Titel und bestimmt auch noch darüber hinausgehend Verantwortung, die ich nicht wieder erzählen würde.
00:01:35: Ja, mein Name ist Nils Fischer.
00:01:37: Ich arbeite hier bei der ESA speziell im europäischen Raumfahrt Forschungs- und Entwicklungszentrum Estec in Nordwijk in den Niederlanden.
00:01:47: Mein Fachbereich ist digitales Engineering und vor allem model based Engineering.
00:01:52: ich habe keinen speziellen Titel.
00:01:54: Mein offizieller Arbeitstitel ist Systems Engineer oder MWSE Experte aber Im Allgemeinen alles das, was das System Engineering uffas.
00:02:05: Das mache ich mit digitalen Methoden von der Modellierung bis zur Simulation und Spezifikation.
00:02:13: in meiner Rolle unterstütze ich viele Projekte bei der ESA.
00:02:18: Das heißt, ich bin nicht alleine.
00:02:20: Wir haben hier ein ganzes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die im Bereich MVC arbeiten.
00:02:26: Wir unterstützen Projekten, wir helfen den MVC- und digitalen Engineering zu integrieren auch in die Projektstruktur, in die Tools, in diese Prozesse.
00:02:37: und neben dieser Arbeit was ein großer Teil meiner Arbeit ist in den spannenden Weltraummission ist auch ein Teil der Arbeit Training.
00:02:46: Ich bin der Trainer für MBC in der ESA und ich mache auch Forschung und Entwicklung, denn das Rad der Zeit steht nicht still und dass es eine tolle Aufgabe nicht machen darf die Entwicklung weiter zu treiben.
00:03:00: Das denke ich mir.
00:03:01: Lass uns vielleicht erstmal ganz vorne anfangen mit dem Thema Modell, was wir das arbeiten.
00:03:08: Erklär uns doch mal grundsätzlich warum nutzt die Weltraumbehörde ESA?
00:03:13: Mbese, ein Modellbasiertes Arbeiten überhaupt.
00:03:16: Ihr seid ja die Behörde ihr macht die Missionen.
00:03:21: Ihr habt aber auch viele Zulieferer, die dann letztlich die Technologie liefern.
00:03:25: was ist eure Motivation für das modelbasierte Arbeiten und speziell für MbSe?
00:03:31: Genau!
00:03:32: Die ESA ist ein bisschen speziell du sagst es eine Raumfahrtagentur.
00:03:37: wir arbeiten mit sehr sehr vielen industriellen Partnern zusammen Nationalen Raumfahrt, Organisation.
00:03:44: in Deutschland ist das DLR.
00:03:47: Und als solches haben wir natürlich von Natur aus ein sehr komplexes Setup.
00:03:52: Wenn man über MBE spricht dann spricht man häufig über Komplexität, Komplizität von Systemen viele Teile, viele Wechselwirkungen oder auch eine kleine Änderung große Effekt.
00:04:06: bei uns ist es noch mehr schichtiger.
00:04:09: Aktuelle Raumfahrtprojekte werden zunehmend komplexer und das ist nicht nur die Technologie.
00:04:14: Wir arbeiten mit über zwanzig Mitgliedsstaaten zusammen, mit den Industrien all dieser Länder.
00:04:20: Das heißt wir haben eine lokale Verteilung und eine globale Veteilung von der wenn man so will Menschen- und Organisationen unter Herstellung dieser Sachen hier über Brücken Sprachbarrieren.
00:04:33: keiner von uns redet in derselben Sprache.
00:04:36: Wir alle einigen uns meist auf Englisch im Umfeld auf eine Arbeitssprache komplexe Missionen selbst.
00:04:45: Es geht in den Weltraum, das bringt einige Herausforderungen mit sich und all das führt dazu.
00:04:52: diese Komplexität und heute auch gern genanntes Stichwort System auf Systems sorgt einfach dafür dass wir ein Mechanismus brauchen Komplexigkeit bei Herr Spar zu machen.
00:05:05: Wissen ist verteilt über so viele Punkte Dokumente Zeichnungen sonstige digitale Quellen dass es einfach immer schwieriger wird, vor allem für die Individuen in so einem Engineering-Prozess eine Hebel an diese Komplexität zu kommen.
00:05:25: Das heißt das ist ein Notwendigkeit für uns, es ist schon lange keine reine Forschung oder akademischer Gedanke mehr sondern für uns ist es eine Notwendigkeit um Wissen zu konservieren und die Nachverfolgbarkeit zu erhöhen den digitalen Unterbau, wenn man das so nennen will zu schaffen.
00:05:44: Alles ist miteinander verknüpft.
00:05:47: Es gibt so viele Engineering-Daten und darüber hinaus Dinge wie Verträge, Kollaborationen, Austausch von Nutzbarkeit und Nutzstudien.
00:05:56: Das alles zusammenfüllt zu einem riesigen globalen Ja, weil man will Haufen Informationen die gar nicht anders beherrschbar sind Und du kennst es ja selber Komplexität kann man nicht reduzieren.
00:06:11: Man kann Dinge, die komplex sind, nicht einfach leicht machen sondern wir müssen sie beherrschbar machen.
00:06:16: das ist ein einer der Grundpfeiler, die wir haben um MWSE einzuführen.
00:06:21: wenn man kompliziert daneben hält viele Dinge sind komplizierte Prozesse in Unternehmen und Behörden.
00:06:30: diese Dinge kann man vielleicht leichter machen aber die Komplexität, die Wir haben ist einfach nicht mehr beherrschtbar und deswegen war es für uns ein notwendiges etwas um auf Model Based Systems Engineering auch einzuschwenken.
00:06:43: Wenn ich dich nicht jetzt nicht vorgestellt hätte als einen Mitarbeiter der ESA, dann wäre das was du gerade gesagt hast genauso sagbar gewesen von einem Produkt verantwortlich aus der Industrie denn das was Du im Wesentlichen sagst ist ja Ich habe eine Systemkomplexität.
00:07:03: Ich hab eine organisatorische Komplexität Komplexität in der Zusammenarbeit auch mit externen.
00:07:13: Und das sind alles Elemente, die ich auch im großen Anlagenbau, Maschinenbau finde und auch in der Mobilindustrie finde.
00:07:22: Ich glaube vielleicht mit dem Unterschied dass eure Produkte wenn ich es mal so nennen darf für einen Moment, ich weiß es ein bisschen despektierlich ist nicht so gemeint.
00:07:32: Wenn eure Systeme Fertig sind sie müssen beim ersten mal funktionieren, dieses First Time Ride.
00:07:40: Ich glaube das ist auch so eine Besonderheit wo man sagt okay wenn ich jetzt eine Maschine habe dann kann ich vielleicht noch irgendwie sagen beim Kunden kann ich nur irgendwas fixen aber wenn der Satellite im Orbit ist dann ist es halt ein bisschen schwierig dann irgendwas zu machen.
00:07:53: Ja du hast total recht Wenn man sich anguckt auf was die Forschung sagt Was man sieht in allen großen Projekten Ist dass man wenn man so ein klassisches Engineering macht für ein sehr komplexes System oder mehrere Systeme, dann ist die Chance dass man da am Ende gut und unbeschaltet rauskommt im Zeitrahmen.
00:08:14: Im Kostenrahmen ist gar nicht so hoch Und wir können uns nicht erlauben etwas zurückzurudern.
00:08:22: oftmals ist es einfach schwierig Dinge noch zu ändern.
00:08:25: wenn so eine Mission einmal geplant ist hat ja auch zeitliche Beschränkung.
00:08:31: Man kann nicht immer zu jederzeit zu jedem Objekt im Himmel fliegen, das geht eben nicht.
00:08:36: Da muss man gewisse Zeiten einhalten und sobald Hardware... ...im Raum ist um die Erde oder im tiefen Raum dann kommen wir da ganz schlecht wieder ran.
00:08:44: Software vielleicht?
00:08:46: Vielleicht nicht.
00:08:47: Aber wie du sagst Wir müssen ziemlich sicher sein dass das was wir einmal los schicken Die Botschaft die wir einmal ins Universum schicken Im Form von unseren Missionen Dass das wirklich Hand und Fuß hat.
00:08:59: Und da müssen wir uns sicher sein und das wollen wir eben mit einer ganzen Kette an digitalen Engineering-Massnahmen machen.
00:09:06: Model-Based System Engineering ist ein Baustein, es revolutioniert nicht was System Engineering is, aber es greift durch die Art wie Modelle gebaut werden, die Natur der Maschinenlesbarkeit einfach ein in eine digitale Kette, die auch absichern möchte dass wir eben vernünftig und erfolgreich zum Ziel kommen.
00:09:32: Also wir schicken ein Objekt irgendwo hin, nehmen wir an.
00:09:36: Wir wollen jetzt vielleicht sogar hier mal einen Asteroiden abfangen und der fliegt zu einem gewissen Zeitpunkt und den wollen wir dann noch treffen.
00:09:48: Das heißt, ich muss zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Produkt oder ein System fertig haben.
00:09:56: Ein System bereit haben und das muss dann genau da sein.
00:09:59: So viel Unterschied ist jetzt gar nicht mal zu einem Maschinenbauer.
00:10:02: Warum?
00:10:03: Wenn ich mir das überlege...
00:10:05: Ich
00:10:05: mache im Geist immer diese Paralleln.
00:10:07: aber ich denke mir an ein Industrieunternehmen heute hat Schießt zwar keine nicht unbedingt Zatelliten ins All, aber es muss auch diese Treffsicherheit haben.
00:10:20: Weil einfach die Umsatzrediten so schmal sind, so geringen sind dass ich überhaupt keinen Bereich mehr habe wo ich Fehler haben kann.
00:10:27: Insofern glaube ich ist das was ihr macht da ein sehr guter vielleicht sollte man so Benchmark nennen oder ein gutes Beispiel und vielleicht sogar eine gute Blaupause für andere Industrie.
00:10:37: Deswegen will ich ganz gerne an der Stelle jetzt mal ein bisschen tiefer reingehen.
00:10:42: also sagst du
00:10:43: Ein Modellbasier des Arbeiten ist eine Notwendigkeit, das du vorhin gesagt hast.
00:10:46: Das ist Teil von einem größeren Ansatz.
00:10:50: Vielleicht nennst du vielleicht mal ein zwei konkrete Beispiele
00:10:53: wo ihr
00:10:55: MSE zum Einsatz kommt und wo ihr das zu einer praktisch einsetzt oder noch einen praktischen Nutzen erzählt?
00:11:04: Im Bereich unserer Arbeit kennen wir sehr viel.
00:11:09: Wir machen Raumfahrtmissionen,
00:11:11: d.h.,
00:11:11: die durchleben sehr viele Phasen über die Machbarkeit bis hin zur Ausführung und dann, wenn wir Glück haben und alles gut läuft eine erfolgreiche Mission.
00:11:22: Und genauso wie diese Phasen vielfältig sind und jede dieser Phasend unterschiedliche Aspekte hat so setzen wir MBC ein.
00:11:29: Was heißt das?
00:11:31: Angenommen Wir stehen am Anfang eines Projektes was sich mit kommerziellen Kommunikationsanwendungen befasst Dann ist es ein sehr wichtiger Aspekt dass wir uns angucken, wie ist eigentlich die beabsichtigte Benutzung dieser Systeme.
00:11:46: Stichwort Concept of Operations.
00:11:48: also wie will man das bedienen?
00:11:50: Was sind überhaupt die Anwendungsfälle, die wir haben?
00:11:53: da geht es ganz stark in den.
00:11:55: ja ich möchte mal einen kreativen Ansatzbereich ran wenn man an Use Cases denkt und die Szenarie Modellierung und letztlich auch in der Validierung des Wenn man denkt, man weiß was gefordert ist und da sind wir Ingenieur ja oft schnell.
00:12:14: Wir lieben es auf Lösungen zu springen.
00:12:17: Unser Kopf arbeitet sofort im Lösungsbereich aber wir müssen uns ganz stark in diesen frühen Phasen auf den Problem-Bereich fokussieren.
00:12:25: haben wir erfasst um das es geht alle Stakeholder, alle externen Systeme beachtet und das ist ganz typisches Beispiel dass wir uns im Kontext angucken der Mission.
00:12:36: Dass wir diesen Modellieren im Zusammenspiel mit der Nutzbarkeit.
00:12:40: Andere Sachen sind natürlich Architekturmodellierung.
00:12:43: Das ist immer wichtig, wenn man ein System hat und viele unserer Systeme haben große Schnittstellenmengen, dann guckt man sich eben an wie es die Architekatur, wir sind die Schnittstellen verteilt?
00:12:53: Wo liegen sie?
00:12:54: Was ist die Natur der Schnittstellungen?
00:12:55: Da sind wir im Bereich der Architektor-Modellierung.
00:12:58: oder wenn das eher um Funktionalaspekte geht oder logische Aspekte, dann eben auch Funktionale oder Softwarearchitekturen.
00:13:05: Es ist auch ein ganz typisches Beispiel.
00:13:08: Und natürlich, der Anforderung ist immer noch ein starker Bereich.
00:13:14: Ich bin nun schon viele Jahre im Bereich MBC unterwegs und eines unserer großen Ziele ist es ja die Anzahl der natürlich sprachlichen Textuellen-Requiemensanforderungen zu reduzieren.
00:13:28: aber die machen wir nicht ganz weg.
00:13:30: in der Realität sehen wir oft Es gibt sie noch und zwar in unserem Reich tausende dieser Anforderungen Und auch diese bringen wir in Harmonie mit unserem Modellierungsgedanken.
00:13:41: Das heißt, auch diese Requirements, diese Anforderungen werden erfasst, werden Teil des Modells und werden verknüpft mit den Komponenten, die wir uns angucken – mit der Architektur, mit den Schnittstellen.
00:13:51: Denn das sind oft Bereiche, wo man einfach Probleme sieht in allen Bereichen.
00:13:55: Das ist nicht nur eine Rahmenfahrt so.
00:13:56: Integration, ein Test, das ist der Bereich, wo ganz oft Reimungspunkte zusammenkommen.
00:14:03: Das ist eben auch ein wichtiger Teil.
00:14:04: Requirements einbinden, die Nachverfolgbarkeit erhöhen und das Ganze eben dann kombinieren.
00:14:12: Und wir machen es punktuell,
00:14:14: d.h.,
00:14:15: in manchen Phasen gucken wir uns das Concept of Operations an.
00:14:20: Manchmal geht es darum eine grobe Schätzung für die Machbarkeit zu haben von Performance-Kriterien.
00:14:26: Gewicht spielt immer eine Rolle Energieversorgung Die harten Umgebungsbedingungen im All Das Ganze drumherum, wenn ich überhaupt Frachten ins All bekommen will.
00:14:38: Da spielen solche Schätzungen eine große Rolle.
00:14:40: das kann man auch wunderbar verknüpfen.
00:14:43: und natürlich in den komplexeren Projekten gibt es einen Fluss von diesen frühen Phasen wo man über Anwendungsfälle spricht und dann über die Analyse in die Anforderung kommt in Missions-Objektiven, in Fähigkeiten des Systems und dann wirklich das runterbrechen auf die kleinsten Ebene der Subsysteme und der Equipments.
00:15:06: Aber das kommt darauf an wie das Projekt bei der ESA gesteuert ist.
00:15:10: Dann ganz oft übernimmt diese Arbeit auch die Industrie, unsere industriellen Partner übernehmen dann wenn wir die Missionsparameter, die Mission Grundlagen übergeben, dann übernimmte Industrie und macht ihren Teil der Magie.
00:15:25: Aber das was du schon sagst, was ich bekannt finde.
00:15:30: Ich habe natürlich auch so einen gewissen Filter wenn ich will nicht zuhör aber ich höre ein bisschen Begriffe die ich auch immer wieder höre.
00:15:35: Ich höre jetzt auch von dir die Durchgängigkeit von den Anforderungen in das System bis in die Komponenten vielleicht sogar ein bisschen ins Engineering als gerade das Software-Engineering genannt.
00:15:44: Da haben wir auch noch einen wichtigen Connection aus dem Modell glaube ich in das Ingenieringen ein.
00:15:52: Du hast erwähnt Tracability, die Nachverfolgbarkeit.
00:15:57: Die Vollständigkeit.
00:15:59: auch dann Anforderungen abbilden mit ihren... Mit der Verifikation, mit Testcases gegebenenfalls und all das sind so die klassischen Cases denke ich mal wo man mit Modellen sehr gut arbeitet aus dem Text und Dokumenten basierten Arbeitsmodus in einem modellbasierten Arbeits-Modus hineinkommt.
00:16:22: Ich schließe jetzt meine Frage an.
00:16:24: Die Frage aus meiner Praxis ist die, das ist alles logisch und das ist gut.
00:16:30: Und ich glaube wir werden nachher noch ein bisschen über die Vorteile sprechen oder benutzen aber vor sich viele Unternehmern auch viele Industrieunternehmer unheimlich schwer tun ist dieser erste Schritt?
00:16:41: also man versteht sehr wohl dass was du auch gerade gesagt hast ja klar logisch das ist komplett evident möchte ich eigentlich auch möchte auch gern Traceability haben wird auch keine Durchgängigkeit haben.
00:16:52: Aber wie pack ich dieses Thema überhaupt an?
00:16:56: Und das wäre jetzt meine Frage an dich.
00:16:59: Eure Missionen, eure Projekte sind ja denkbar komplex.
00:17:04: Wie habt ihr denn die ersten Schritte in Richtung eines modellbasierten Arbeitens überhaupt gemacht?
00:17:09: Wie habt du das geschafft und wie habt ihr genau diese Organisationskomplexität des Leute mitnehmen was vom Stakeholder-Envolvement auch gerade genannt?
00:17:21: Um ganz ehrlich zu sein, die ersten Schritte sind tatsächlich aus der Gemeinschaft erwachsen und zwar aus der gemeinschaft der Ingenieure.
00:17:28: Also Leute, die sich gar nicht so sehr mit Methoden wie MBC befasst haben aber die irgendwie gespürt haben wir brauchen irgendwas mehr.
00:17:38: Die Arde wie wir das Systems Engineering machen stößt an ihr Grenzen.
00:17:42: Wir haben eine Komplexitätsverdopplung in rasantem Zeiträumen.
00:17:47: Tools, unsere Werkzeuge und ich rede jetzt nicht von Software oder so sondern von den Methodiken.
00:17:52: Von den Wegen die wir machen, die kommen nicht mit.
00:17:55: Und was man schnell sieht ist um das auch vielleicht nochmal zu sagen Wir nennen es Tailoring.
00:18:02: also für jedes unserer Projekte.
00:18:05: schauen wir uns genau an Was brauchen wir eigentlich?
00:18:11: die Painpoints in dem Projekt, um dann ganz genau anzupassen wie wir das machen.
00:18:15: Und das war ein wichtiger Schritt in der Einführung von MBC.
00:18:19: zu sagen One Fits All ist keine Möglichkeit die oft gut ankommt.
00:18:24: ich kenne dasselbe aus Bereichen in denen ich vorher tätig war im Leben vor der ESA.
00:18:29: Es bringt nichts, eine From Zero to Hero Strategie zu fahren.
00:18:34: Ich habe das noch nie gemacht.
00:18:35: und jetzt lese ich über das tolle Mbesee und jetzt hab' ich es auch ein bisschen verstanden, warum das gut ist.
00:18:40: Und jetzt feuere ich alles was ich machen kann in das Doing rein.
00:18:47: Das funktioniert nicht, das haben wir sehr schnell gesehen.
00:18:50: Was können wir tun?
00:18:53: Welche Bandbreite an Methoden, Schritten, Werkzeugen haben wir Um das auch wegzulenken von Diskussionen, die so häufig passieren.
00:19:03: Nicht nur hier sondern überall, man spricht über Werkzeuge und Software und dieses... Das machen wir nicht!
00:19:10: Sondern wir schauen uns an.
00:19:13: es klingt immer ein bisschen banal aber was ist letztlich?
00:19:18: Wir haben englisch gesagt, beneficial to the end user.
00:19:21: also was is wirklich gewinnbringend für den der das Projekt jetzt macht?
00:19:25: und diesen einen Schritt haben wir gemacht weil das wichtige war.
00:19:28: Ich will jetzt nicht im Begriff des Mindsets nehmen, denn den finde ich immer zu oft.
00:19:34: Aber die Art wie wir Engineering machen ändert sich.
00:19:37: für mich ist es nicht der Weg von der Schreibmaschine zum Microsoft Word oder Google Sheets Es ist ja wirklich ein Paradigmenwechsel.
00:19:45: das heißt so wie wir denken Wir denken früher haben wir oft sequenziell in Anforderungen gedacht Die verfeinert werden top down oder bottom up je nachdem.
00:19:55: Das haben wir nicht mehr.
00:19:56: das heißt wir müssen massiv dran erstmal arbeiten diesen diesen Wechsel des Paradigmas, wie wir das Thema integrieren definieren und modellieren und verifizieren letztlich den wirklich schmackhaft zu machen für die Mitarbeiter.
00:20:12: Das kann auch oft nicht sein was für Top-Down durchfechten von oben.
00:20:16: Das habe ich gesehen funktioniert auch häufig nicht sondern man muss wirklich den intrinsischen Wunschwerken auch.
00:20:23: ja das hilft mir bei meiner täglichen Arbeit wenn ich das mache wenn ich diesen Mehrwert installiere dann gelingt es.
00:20:29: Und das ist wichtig, dass wir das vorbereitet haben.
00:20:32: Deswegen haben wir auch dieses Trainingsprogramm und gehen in die Projekte rein wie Schulen weil das muss man vorher machen.
00:20:39: Man muss eine Awareness kreieren.
00:20:41: Warum machen wir das?
00:20:42: Dann muss man einmal auch harte Lerninhalte vermitteln.
00:20:46: Das sollte man vorhermachen bevor man losgeht.
00:20:51: Wenn man weiß da gibt es diese Methodik, es gibt erwartbare Vorteile davon, dann macht man dieses Tailoring und das hat uns geholfen.
00:21:03: Diese Anpassung, denn es nützt mir nicht, wenn ich ein Projekt erschlage mit einem komplexen Werkzeug.
00:21:10: Denn dass ist ja auch so ein bisschen ... Wenn man sowohl die Ironie des Schicksals als das Komplexität im Maschinenbau in der Welt der Raumfahrt bleibt nicht draußen vor unserer Tür gestehen – im Engineering!
00:21:22: Im Mbese Bereich in den Werkzeugen ist genau auch diese Explosion der Komplexität und der Kompliziert halt da.
00:21:30: Und dann habe ich komplexe Werkzeuge mit komplizierten Methoden und Schritten, die in einer relativ komplizierte Systems Engineering Umgebung integriert werden.
00:21:41: Dann kann ich vielleicht sagen okay das ist überfordernd.
00:21:44: Das überwältigt mich.
00:21:45: Was wir manchmal sagen Wir müssen aus der Komfortzone raus.
00:21:49: Wir wollen vielleicht so eine Art Linguafranca etablieren, also eine Sprache die wir alle sprechen und die so formal ist dass sie weniger Raum für Interpretation lässt.
00:21:59: Weniger Raum für falsche Dinge aber das ist oft zu viel überfordern.
00:22:05: um es ganz konkret zu machen in einigen der Projekte in denen ich arbeite gibt es ein klassisches Setup.
00:22:13: Die ESA hat eine Idee und eine Definition für eine Mission erarbeitet zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
00:22:20: Und wir arbeiten dann mit der Industrie zusammen über Ausschreibungen, um dann diese Projekte zu realisieren.
00:22:27: Dieser klassische Ablauf basiert eben noch ganz oft auf hunderttausenden oder zehntausenden Anforderung.
00:22:35: Jetzt kann ich schlecht in meiner MBE-Beraterrolle kommen sagen ja das ist alles von gestern, das machen wir mal ganz anders.
00:22:43: Hier habe ich mal so Diagramme und wir benutzen meine Modulierungssprache wie die SysML Und jetzt sieht es hier so aus wie Kästchen mit Böckschen und Linien und und das ersetzt fünfzig Prozent eure Anforderungen.
00:22:54: Das klappt im ersten Schritt auch nicht.
00:22:56: Das heißt Ich schaue mir an Wie integriere ich diese Anforderung in so eine Umgebung?
00:23:01: Einfaches Beispiel ist wenn man textuellen Anforderungs vielleicht basierend auf einer Methode die sysML verwendet ist zum Modeling Language integriert in einem Werkzeug, dass das kann.
00:23:13: Visualisiere ich mir schon mal die Abhängigkeiten dieser Anforderungen untereinander.
00:23:17: Das hilft manchmal schon ganz gut wenn ich sehe oh!
00:23:19: Die sind über die Hierarchie-Evenen so miteinander verstrickt.
00:23:24: Es ist viel besser als wenn ich mehr zwölf Dokumente hintereinander angucken kann.
00:23:28: Ich vergesse sehr schnell.
00:23:29: Ich muss beim Lesen oft zurückblättern und dann ist es wieder weg.
00:23:33: Das ist ein erster Schritt.
00:23:34: Ein sehr einfacher Schritt der benutzt maschinenlesbare Daten die visualisiert werden, die verknüpft werden mit ein paar anderen Informationen.
00:23:44: Und das kann so der Einstieg sein – meine Hintertür in dem Weg.
00:23:48: und dann vielleicht als letzter Punkt ich begleite die Projektteams am Anfang in dieser schmerzvollen Phase aber wo ich natürlich weiß wie man modelliert und die wissen es noch nicht so richtig sind aber Domänen-Experten im Bereich von Antrieben Operations oder im Bereich der Raketensysteme, dann setze ich mich mit denen zusammen und dann bin ich sozusagen die Führung am Rechner.
00:24:17: Und wir modellieren das und etablieren.
00:24:19: Ich stelle die richtigen Fragen hoffentlich in den Prozess.
00:24:23: Dann haben wir am Ende einen Einstieg vielleicht ein Prozess, den wir moduliert haben.
00:24:27: wie komme ich von der Erde auf den Mond und etabliert dort eine Kommunikationsinfrastruktur?
00:24:33: Und dann finden die das gut.
00:24:34: Dann steigen sie ein und modellieren mit, denn mein höchstes Ziel ist dass die Anwender das machen.
00:24:39: Ich möchte nicht immer da sein der Tastaturknächt sozusagen der die Lösung erarbeitet weil dann komme ich auch aus meinem elfenweiten Turm nicht mehr raus.
00:24:48: wenn das passiert.
00:24:49: auch oft muss mich einschließen.
00:24:52: wir MBE Nerds oder was nicht, wenn man uns bezeichnen will.
00:24:58: Wir lieben natürlich diese Perfektion und das Arbeiten daran.
00:25:00: Und wenn wir das runter transportieren und Menschen damit erschlagen dann wollen sie es vielleicht auch nicht.
00:25:06: Das ist wichtig!
00:25:09: Die Barrieren von den Eintritt in die Welt von MBC müssen wir niedrig halten und da müssen wir oft einfach ganz praktisch denken.
00:25:16: Sicher wäre das schön, wenn ich ein völlig digitales Modell hätte, was sich vernetzen kann mit Simulationssoftware mit FEM, also Finite-Elemente, Werkzeugen oder anderen Sachen.
00:25:29: Aber wenn die Realität das nicht hergibt dann bin ich schon zufrieden.
00:25:33: Wenn ich meinen kleinen Teil an Modellen da integrieren kann und am Ende kommt was viel Besseres raus als dass wir es hatten und dann im nächsten Schritt machen wir mehr.
00:25:42: Das ist doch super!
00:25:43: Ich habe jetzt ein bisschen mitgeschrieben, was du hat gesehen.
00:25:45: denn vieles von dem was du gerade gesagt hast fällt in einige Kategorien von der Umsatzstrategie.
00:25:53: Und ich glaube, das ist schon mal sehr gut wenn man das nochmal zu ein bisschen rekapituliert und sagt okay Ich will nicht von vorn an alles komplett umstellen.
00:26:02: Ich brauche Newscase.
00:26:04: Ich muss die Leute mitnehmen natürlich auch.
00:26:07: Du sagst du musst die Begleitung auch sicherstellen dass jetzt die Hürden nicht so hoch sind.
00:26:12: Also eine Niederschwöhrlichkeit brauche ich auch.
00:26:15: Vor allen Dingen hast du einer gesagt was es sehr wichtig fand.
00:26:18: Es ist ein Perspektivwechsel.
00:26:20: Ich schaue auf das Thema nicht aus der Perspektive des Methodikers, sondern die Frage was es am Ende für den potenziellen Anwender annutzen drin?
00:26:32: Und ich glaube dieser Perspektifwechsel verbunden dann mit all den anderen Dingen, die du gesagt hast.
00:26:37: Ich begleite sie und muss aufpassen dass ich eine zusätzliche Ebene von Komplexität einbaue Tool und Methoden komplexiert.
00:26:45: All das folgt dann, aber dieser Perspektivwechsel, den du eigentlich erst mal im Kopf hast, was du vorhin Mindset genannt hast, das ist glaube ich ganz entscheidend.
00:26:53: Für wen mache ich das eigentlich?
00:26:55: Wie hilft es dem oder der Person, den Job besser zu tun?
00:27:00: Welchen Vorteil können wir schon jetzt artikulieren?
00:27:02: Ich glaub dass es ganz entscheidet für so ein Modell.
00:27:04: Vielleicht auch noch am Nachgang, was sagst du mit der Begleitung?
00:27:08: baut Communities auf, ganz wichtig um Unternehmen.
00:27:12: Manche nennen das Champions oder wie auch immer man es nennen will Leute die sich gut vielleicht mit dem Werkzeug auskennen was wir benutzen oder mit der Modellierungssprache oder die ganz einfach die Brücke bilden zwischen den Anwendern und den Fachexperten und die Community lebt vom Regenaustausch.
00:27:31: Das ist wichtig, MBE sollte immer über die Menschen sein.
00:27:35: es ist für mich so ein bisschen.
00:27:36: ich will jetzt nicht in Richtung Agiles manifest gehen aber Menschen machen das Engineering.
00:27:43: Die Cleverness, die Kunst des Ingenieurs lebt in der Welt des Model-Based System Engineering weiter.
00:27:49: Ich kann formal Dinge beschreiben, ich kann wunderbare Tools verwenden.
00:27:54: am Ende kann ich trotzdem etwas erzeugen was absolut nutzlos ist.
00:28:00: Und das ist mir wichtig, dass diese menschliche Komponenten dürfen wir nicht vernachlässigen und da müssen wir zuhören.
00:28:06: und wenn es die Farben im Modellierungstool sind, den Anwender nicht gefallen dann ist das vielleicht ein Punkt.
00:28:12: also diese Brücke muss ich bauen denn sonst ist es schwierig um die Akzeptanz zu erhöhen.
00:28:19: zurecht
00:28:21: genau eine am Ende das was du wünschst die lingua franca dieses Diese gemeinsame Sprache, die funktioniert natürlich nur dann wenn sie auch alle sprechen wollen.
00:28:34: Ja und vielleicht einen Punkt aus meinem Nähekästchen.
00:28:38: Ich wollte früher in meinen ersten Jahren der MBE Leidenschaften... Wenn Informatiker Leidenschaft haben ist das nie gut!
00:28:50: dann wollte ich das alles so perfekt machen.
00:28:52: Ich wollte formale schöne Systemstrukturen aufbauen, alles ineinander greift und da bin ich ein bisschen von weg weil ich einfach sehe, ich gebe den Leuten mehr Freiheit.
00:29:04: Sie modellieren das im Rahmen, dass es passt.
00:29:07: Pareto-Prinzip ist richtig, Perfektion kostet uns dann eben Und einfach mal irgendwo loslegen.
00:29:18: Wenn das weiße Blatt Papier gefüllt ist, dann lässt es sich viel schöner ausmalen.
00:29:24: und modellieren ist für mich dann so ein bisschen wie Kunst geworden.
00:29:27: wenn ich hinbild male Dann bin ich der Künstler.
00:29:30: das Bild gestaltet aber Aber das Bild gestaltet auch mich.
00:29:33: Weißt du, was ich meine?
00:29:34: Das reflektiert auf mich zurück und so ist es mit dem Modell.
00:29:37: Und wenn dieser Dialog anfängt, dann wird es besser.
00:29:40: Natürlich ist es eine Kunst.
00:29:41: Es ist eine Kunst, wenn ich einen Diagramm baue, dass es schön ist und lesbar ist – was immer schön bedeutet für jeden.
00:29:48: Für mich bedeutet das eine gute Anordnung.
00:29:51: Alles ist irgendwie gleich groß und toll angeordnet.
00:29:55: Aber ich habe Kollegen die lieben Chaos.
00:29:57: Die haben ... Drei unterschiedliche Größen an Wirkschen und Farben, die finden das gut.
00:30:04: Und dann bin ich einfach davon weggekommen zu sagen Ich muss meine Art wie ich denke und wie ich es sehe auf jeden abzustempeln.
00:30:15: Das geht eben nicht, sondern ich versuche heute viel mehr darauf zu greifen was die Menschen da tun und zu versuchen dann einen Weg zur öffnen, wie MBE vielleicht da ein Platz findet im Universum.
00:30:27: Ich finde das Bild sehr schön, dass du sagst lasst uns das Weiseblattpapier füllen mit Inhalten, mit Diagramm mal wegen und lass uns jetzt zu, dass diese Inhalte wieder eine Resonanz bilden auf uns zurückwirken in idealer Weise in der positiven Art und Weise Und das ist, glaube ich ein sehr schönes Bild.
00:30:47: Das habe ich so noch in dem Kontext noch nie gehört und danke dafür!
00:30:52: Wenn wir jetzt ein bisschen...wenn man so in den letzten Drittel oder sogar Fertlern unseres Podcasts heute gehen und nur ein bisschen recapitulierst, wenn du ein bisschen zurückschaust auf die vielen Projekte, die ja vorhin die Landkarte der ganzen vielen Missionen und Projekten gesehen haben.
00:31:08: Ich denke viele davon sind mit Modell basierten Methoden auch verwertlicht worden.
00:31:13: Also wenn du ein bisschen zurück schaust, wo würdest Du heute so die deutlichsten Vorteile sehen?
00:31:18: Die sich zeigen im moderisierten Arbeiten.
00:31:22: Die deutlichsten Vorteile sind für mich immer noch und immerhin die Sachen worum MBE eigentlich angetreten ist.
00:31:31: Es ist die Reifung von Systemspezifikation in einem Maß, und die wären nie perfekt.
00:31:40: Was ist perfekt?
00:31:41: Aber die Reifen früher und führen letztendlich zu einem Gesamtsystem was ich hoffentlich schneller aber vor allem mit besserer Qualität erzeugen kann.
00:31:51: und Qualität heißt hierbei das es ebenso funktioniert wie soll und auf gesamten Systemebene optimiert ist.
00:31:58: Es nützt mir oft nicht, wenn ich einen System aus Teiloptimierten-Teilsystem haben die nichts im operativ optimalen Gesamtagitmes führen.
00:32:07: Das ist für mich ein wichtiger Teil.
00:32:09: ganz konkret Nachverfolgbarkeit haben wir schon angesprochen.
00:32:12: Traceability Die ist natürlich inherent in Modellen.
00:32:16: Was heißt das?
00:32:18: Wenn ich mir ein typisches altes Projekt angucke dass runtergebrochen ist über vierzig Dokumente natürlich verbunden, ich nenne es jetzt mal unnatürlich über IDs.
00:32:31: Das heißt die IDs werden verknüpft mit anderen IDs.
00:32:33: ein Dokument wird verknüpft in anderen Dokumenten oft auch ins Spreadsheets also Tabellen und da passieren Fehler, da passieren Fehle und selbst wenn sie nicht passieren dann habe ich all diese Ebenen, die ich durchgucken muss.
00:32:46: Ein Modell ist Wenn das so aufgebaut ist man sich das vorstellt dass es Architektur beschreibt Verhalten beschreibt Verbindung zu Anforderungen beschreibt, dann ist das schon natürlich verbunden.
00:32:57: Eine Architektur die heißt Satellit und die dann runtergebrochen ist auf ein Payload oder einen Antriebssystem.
00:33:05: Die hängt an dem großen Ganzen schon dran.
00:33:07: ich habe immer dieses ganze Teil Mengenbeziehung.
00:33:11: Die ergeben sich natürlich... Ich muss da gar kein Link erzeugen der ist schon da.
00:33:14: den hab ich logisch her geleitet weil ich es einfach so gebaut habe.
00:33:17: Und so ist das mit allen Dingen im Modell.
00:33:21: Also Traceability, Nachverfolgbarkeit ist ein wichtiger Punkt.
00:33:24: Die Kommunikation ist ein wichtiger Punkt.
00:33:27: Ich erlebe das immer wieder und es für mich wichtig auch zu betonen Spaß macht so zu arbeiten.
00:33:33: ich sitze mit den Fachexperten da wie modellieren etwas.
00:33:36: wir sehen wie's entsteht.
00:33:39: Wir reflektieren sofort über diesen Prozessmoment.
00:33:41: Muss ich die Daten erst speichern?
00:33:43: Oder soll ich sie direkt schicken, aber dann habe ich vielleicht keine Sichtbarkeit mit der Erde und muss noch warten.
00:33:50: Wir reflektionen ganz viel.
00:33:51: Das heißt TWDs TBC ist diese typischen Sachen, die wir einmal aufschreiben und die manchmal auch sinnvoll sind gerade wenn ich es nicht weiß.
00:33:59: Unsicherheit spielt eine Rolle Aber die verschwenden früher.
00:34:02: Ich fährt früher konkreter.
00:34:03: Ich überleg mir das Und dann konserviere ich Wissen.
00:34:06: Das ist für mich auch wichtig, wenn wir unsere Projekte leben über Dekaden... Wenn ich Glück habe sehe ich die Projekten an denen ich jetzt arbeite noch bevor ich Rentner bin.
00:34:16: Weil ich Pech hab und dann sehe sie nicht mehr.
00:34:20: aber das heißt Wir haben immer neue Generationen Die auf dem Wissen der Alten aufbauen und dass konservee Ich mir auch ein bisschen damit denn ich gucke in die alten Studien rein zur Operation Zwei Lesernings und nicht drei macht doch eher Sinn, drei zu haben.
00:34:37: Dann gucke ich mir das nochmal an und dann weiß ich Das ist der Grund also Wissenskonservierung.
00:34:43: Die digitale Kette ist ein Passwort für heute.
00:34:45: Ich weiß digital chain digital threat Aber das ist eine Sache.
00:34:50: MBSI tritt nicht an, um alle anderen Disziplinen oder Werkzeuge zu verändern.
00:34:55: Ich sage immer in den Projekten benutzt das Werkzeug was am besten eure Aufgabe entspricht.
00:35:01: Das macht einen Schreiner.
00:35:03: auch der nimmt nicht nur ein Hammer und hemmert alles Platz sondern er hat ne Vielfalt und die greifen ineinander ein.
00:35:08: aber wenn das alles digitales ineinander eingreift dann können wir ne Kette bilden die irgendwann so autonom steht Das fehlen nicht mehr so viele manuelle Schritte machen, die zu Problemen führen können.
00:35:19: Weil ich einfach was vergesse oder das falsch mache und die Kollaboration mit den Menschen ist dann auch einfacher.
00:35:26: Die können sich dann austauschen Und natürlich kann ganz viel, kann ich formal prüfen.
00:35:32: Wir leben im Zeitalter wo auch die KI mehr und mehr hilft und mehr macht.
00:35:36: Ich habe diese Maschinen lesbaren Daten und ich ebne mir einen Weg zu sagen Früher hatte eine Excel-Tabelle Informationen über einen Teilsystem, zum Beispiel der Satellite ist so aufgebaut.
00:35:48: Aber das war eine menschliche Denkstruktur Semantik die sich mir erschließt.
00:35:52: ich und du wir schauen es an uns sagen ganz klar hier hat er das Triebwerk eingetragen da trägt er die Masse ein.
00:35:58: für den Computer ist das schwieriger semantisch zu verstehen.
00:36:01: aber wir benutzen Methoden Werkzeuge und Modellierungsschritte im Rahmen von unserer MBE Und die bei Inhalten Engineering Konzepte Da sind Funktionen drin Das sind Strukturelemente drin, das sind Schnittstellen drin.
00:36:15: Die haben eine Bedeutung und diese Bedeutet kann, um es jetzt mal ein bisschen prosage auszudrücken auch von einer Maschine interpretiert oder analysiert werden.
00:36:25: Und da stehen wir an einer guten Stufe wo ich hoffe dass wir dem Endanwender in Zukunft einfach wesentlich besser die Arme greifen.
00:36:32: Diese steile Lernkurve muss man immer dazu sagen.
00:36:34: die MBC auch hat ein bisschen den Wind aus den Flügel nehmen und sagen Ich kann natürlich sprachlich Ein Modell analysieren, Fragen stellen, erweitern.
00:36:45: Also das ist ein Punkt, den dauert ich mir viel von und da hoffe ich mehr einfach dass der Einstieg noch ein bisschen leicht wird.
00:36:51: also das sind für mich so diese Sachen Qualität Kommunikation Durchgängigkeit.
00:36:57: Diese berühmte Gedanke Single Source of Truth klingt oft zu einfach oder so abstrus wie auch immer man sagt aber mein Alltag ist immer noch so geprägt wie jeder der digital arbeitet.
00:37:10: Die Daten liegen überall, ob im Teams Chat oder auf dem Google Drive oder auf meiner Festplatte.
00:37:17: Oder auf dem Server oder den Dokumentendatenbank und das macht mein Leben nicht gerade einfacher.
00:37:22: aber wenn ich ein Modell habe wo ich sage wir haben uns alle geeinigt da liegen die Daten, die hab' ich erzeugt in meinem speziellen FEM-Tool.
00:37:30: Da hab', mit Matlab oder irgendeinem anderen Tool Analysen gemacht komplexe Differenzialgleichung oder Interpolation.
00:37:37: Nehmen bloß kein MwC-Tool dafür, nehmen Werkzeug was es wirklich kann.
00:37:42: Fütterer die Informationen zurück.
00:37:44: und dann auch ein ganz praktisches Beispiel wenn du diese Daten nativ so wie sie sind nicht austauschen kannst mit deinem Industriepartner, mit einem Forschungspartner bewegen auch immer Dann erzeuge doch daraus Artefakte die du austauschern kannst Dokumente im kleinsten gemeinsamen Nenner Wenn das hilft weil ganz oft müssen wir natürlich Lieferungen unterschreiben und im Rahmenwerk braucht irgendeine Unterschrift drauf.
00:38:09: Und so ein Stück Modell, was mache ich denn damit?
00:38:12: Wie liefe ich das?
00:38:14: Aber sei es drum, dann habe ich das.
00:38:16: Aber ich erzeuge es aus dieser Quelle und jede Änderung geht wieder zurück.
00:38:19: Das heißt, dann gucken wir alle da rein und wissen ungefähr dass ninety-neinzig Prozent alles unseres Wissens ist da gespeichert.
00:38:29: Das ist für mich ein großer Vorteil.
00:38:31: Das Interessante ist eben der Aspekt des Wissenes oder auch das Nicht-Wissens.
00:38:36: Also da sagst du, ein unglaublicher Vorteil ist einfach dann Wissen in der Form zu speichern, sage ich mal dass sich später weiß warum haben wir das eigentlich so entschieden?
00:38:48: also was ist damals eigentlich passiert?
00:38:49: Das Warum haben wir tatsächlich nur zwei Laser verwendet statt drei wie du gerade erwähntest.
00:38:55: Dass diese Nachverfolgbarkeit eine Konservierung von Wissen und natürlich auch einen Sprung wird für jemanden der vielleicht jedenfalls neu einsteigt.
00:39:04: Ich glaube, was anderes schwang auch noch mit dem, was du gesagt hast.
00:39:07: Das ist das, was ich als Nichtwissen bezeichnen würde.
00:39:10: Diese Blindspots oftmals... Es gibt ja also diese zwei Kategorien des Nichtwissens.
00:39:15: Die gewisse Sache von denen ich einfach weiß, dass sie nicht weiß und andere Sachen von denen er nicht mal weiß, weil sich die nicht weiß.
00:39:20: Und gerade, was Du vorhin erwählte.
00:39:22: Ja, wir schauen auf das Modell.
00:39:23: Wir bearbeiten das und dann sehen wir plötzlich ja, wenn da einmal vielleicht gewisse Dinge an die wir gar nicht gedacht haben noch also diese Blankspots dieses Nichtwissen, dass sie das nicht weiß.
00:39:34: Das wird dann plötzlich sichtbar.
00:39:35: Also diese Lücken werden dann sich bei uns.
00:39:38: somit kann ich auch da vielleicht in den früheren... In der frühen Phase des Entscheidungsprozesses, im Entwicklungsprozess ist auch schon gute Entscheidungen treffen.
00:39:47: Ich komme ja aus einer Welt vor ESA wo ich ganz viel mit sogenannten Ausführbaren Spezifikationen gemacht habe.
00:39:54: da plädiere ich heute noch für.
00:39:57: Ich nenn es jetzt mal statischen Modellen missachten wir oft die dynamischen Koppelungseffekte.
00:40:02: alles ist gekoppelt und letztendlich ist das der Faktor Zeit Entwicklung eines Systems.
00:40:07: wie verhält sich das über die Zeit?
00:40:09: Dafür brauche ich Ausführbarkeit Simulation wenn man so nennt.
00:40:13: Und ich muss immer wissen und da müssen, das ist einfach so.
00:40:17: Modelle beinhalten immer Unsicherheit wie alles.
00:40:20: ein Modell is nie ein Abbild der Wirklichkeit.
00:40:23: Ein Modell ist abstrakt wenn ich Glück habe.
00:40:25: es ist so abstrakt wie möglich und so gut wie nötig.
00:40:29: Es werden immer Blindspots auch in dem Modell sein.
00:40:31: abhängigkeiten werden vielleicht nicht in den Modell seien.
00:40:34: Ich muss immer mit dem schönen Begriff technical depth Also den technischen Schulden auch rechnen.
00:40:40: Ich muss wissen, dass es die gibt.
00:40:42: Manchmal muss ich nach vorn preschen.
00:40:44: Ich habe aber eine Unsicherheit in den Parametern.
00:40:46: Ich weiß nicht Gewicht Energie Delta V also Geschwindigkeitspotenziale.
00:40:53: viele Sachen weiss ich vielleicht nicht.
00:40:55: Aber erst mal vor euch muss schnell etarieren oder ich muss erstmal ein Gassing machen.
00:41:01: Das ist alles da drin und das werde ich auch nie ganz weg bekommen.
00:41:06: Wir werden nie perfekt sein.
00:41:07: in, ich sage immer wie kann ich toll scheitern?
00:41:10: Ich kann das falsche spezifizieren.
00:41:12: Ich habe meine Validierung nicht gut gemacht.
00:41:14: also ich hab ein Haus spezificiert braucht aber einen Swimmingpool und wenn der Swimming Pool perfekt ist habe ich trotzdem kein Haar aus und ich kann die Implementierung falsch machen.
00:41:23: Das kann immer passieren.
00:41:24: und letztes ist es immer so eine Sache da muss sich immer gucken in der Qualitätssicherung Testing, Verifikation usw.
00:41:31: Aber diese Unsicherheit habe ich und im Modell habe ich die eben auch.
00:41:35: Das Modell ist ein Zweck und ist immer einem Zweck unterworfen.
00:41:40: Und das sehe ich auf vielleicht noch mal so als eine Dote.
00:41:43: Das sollte man nicht verwechseln.
00:41:44: Oftmals sind die Modelle in Modellen so toll und wir erhalten so viele Komponente dass ich denke Mensch jetzt lass uns doch mal reingucken in den operativen Ablauf des Netzwerks was wir da entwickeln.
00:41:56: aber Aber das Modell ist vielleicht dafür nicht gemacht.
00:41:58: Das sind Spezifikationsmodelle und nicht ein Netzwerk-Analyse-Modell, dann habe ich wirklich Probleme.
00:42:04: Also da muss ich immer reindenken, jedes Modell sollte einen Zweck haben versucht alle nicht zu viel dereinzustecken.
00:42:11: Und wenn es zuviel wird auch praktisch.
00:42:12: Single Source of Truth kann ein Albtraum werden, kann ein riesengroßes Modell werden, dann versucht einfach ein bisschen Highlights und Herrscher zu machen.
00:42:21: oder kann ich euch keinen allgemeinen Rezept geben?
00:42:24: Das klingt jetzt so ein bisschen altbacken, mit dem gesunden Menschenverstand.
00:42:31: Bemessen wie man das machte habe ich keine Garantie.
00:42:34: nach fünf Elementen schneidet er das ab oder malt nur Diagramme wo fünf Sachen drauf sind.
00:42:41: Also diese Ausführbarkeit ist ganz wichtig denn wenn ich die habe dann sehe ich diese TBD-Sachen und andere Sachen viel früher.
00:42:50: Ich kann einen Diagramm malen sagen wir haben eine Diagrammsprache und habe eine Zustandsmaschine, die kann ich richtig superformal analysieren.
00:42:59: Ich habe ein Beispiel aus der Praxis, da haben wir mal einen System nicht bei der ESA in meinem folgenden Leben Reverse-Engineered.
00:43:07: Da gab es Probleme.
00:43:08: Und dann haben wir den Zustandsraum modelliert relativ seltene Kette an Ereignissen, doch dazu führen kann dass ich in einem Zustand landet den es gab über den ich nie wieder verlassen konnte.
00:43:21: Das konnten wir nicht sehen.
00:43:22: aber in diesem Konstrukt in so einem Diagramm können hunderte von Anforderungen stecken sehe ich wie auf einer Landkarte im Moment mal es gibt einen Weg rein in die Höhle aber aus der Höhlung kommt niemand mehr raus.
00:43:32: wollen wir das so?
00:43:33: Das ist ja formaler Anteil.
00:43:35: Aber wenn ich Ausführbarkeit habe Wenn Ich Verhalten habe und Zustände Die Zustände sagen mir was ich tun kann.
00:43:43: Mein Laptop ist angeschaltet und nur wenn er angeschaltet ist, kann nicht mein Outlook öffnen und E-Mails schreiben.
00:43:48: Wenn er ausgeschaltet ist dann kann ich das nicht.
00:43:51: Das definiere ich.
00:43:52: Klingt ganz einfach aber habe ich im Modell drin.
00:43:55: Dann definier ich meine Schnittstellen.
00:43:56: okay da soll das ausgetauscht werden.
00:44:00: der formale Check im statischen Modell sagt mir Niels du hast ein mechanisches Interface mit dem elektrischen verbunden.
00:44:07: Das wirkt jetzt irgendwie komisch, das kann ich auch haben.
00:44:10: Aber angenommen... Ich habe alle Interfeste richtig verbunden!
00:44:13: Dann gucke ich mir das Ganze nochmal in der Ausführbarkeit an und dann sehe ich wenn ich den Knopf drücke, dann geht die Lampe gar nicht an.
00:44:19: Ja warum geht sie denn nicht an?
00:44:20: Dann guck ich mir alles an.
00:44:21: Ich bin so ein Mensch, der äteriert sehr schnell mit diesen Diagrammen.
00:44:25: Gerade mit Stage Hearts oder mit Aktivitätsdiagramm und dann finde ich meine Fehler.
00:44:30: Dann bügele ich die aus und dann habe ich gar nicht mal viele Meetings gemacht in denen wir wirklich schmerzhaft analysieren müssen wo sind die Details?
00:44:38: sondern sehe ich selber schon.
00:44:40: Ich als einzelner Ingenieur wenn ich ein integriertes Gesamtsystem hab das kann was Kleines sein das muss nicht bei der ESA sein es kann eine Tasche sein.
00:44:50: Ich kann auf einmal sehen, was meine Änderung im Gesamtsystem bewirkt.
00:44:54: Denn das weiß ich nicht!
00:44:55: Der Zustandsraum von den Dingen die wir machen ist gigantisch.
00:44:59: Wenn du neun Ingenieure an den Tisch setzt und sagt jeder macht mal drei Lösungen, die wir uns austauschen Dann ist dein Zustandsrahmen schon fast zwanzigtausend Lösungen hoch.
00:45:12: Drei hoch neun müsste ungefähr zwanzichtausend sein.
00:45:17: Ja, wie soll ich da abschätzen?
00:45:18: Was das bewirkt was ich mache.
00:45:20: NBSE wird es nicht komplett wegkriegen aber ich habe ein Hebel dran.
00:45:24: Ich hab endlich die Möglichkeit so ein bisschen mehr zu verstehen dass mein Rädchen im großen Uhrwerk macht und das ist was wir auch tun in unserer täglichen Arbeit.
00:45:32: Das versuchen wir einfach frühzulösen Und dann haben wir es nicht in der Integration.
00:45:36: Dann haben wir's vorher gemacht.
00:45:38: Also ich glaube jetzt sind dabei zwei Begriffe drin auf die ich natürlich wieder ganz stark springe.
00:45:43: Das eine ist das Früh für den Prozess Auswirkungen, sichtbar machen.
00:45:48: Also frühe Auswirkungen und sichtbare Machen.
00:45:50: Immer Emergenz, also für mich noch oft über Emergänz.
00:45:54: Als abschließende Frage wollte ich ganz gerne auch so ein bisschen auf die Zeit geblickend noch eine Frage stellen, die du aber fast schon beantwortet hast.
00:46:03: Ich wollte nämlich die Frage stellen nach den Lessons Learns und nach sozusagen konkreten Tipps handreich und vielleicht für jemanden der gerade sich auf den Weg macht.
00:46:12: Und du hast aber schon eins erwähnt, das wiederhole ich jetzt einfach mal und fragte ein paar ganz frech nach Bestätigung.
00:46:17: Du hast vorhin gesagt packt da nicht zu viel rein.
00:46:19: Seit pragmatisch packt nicht so viel rein?
00:46:21: Ist das der Super-Tipp für jeden, der anfängt oder würdest du es noch ergänzen?
00:46:28: Das ist mein Tipp!
00:46:31: Mein Tipp, den ich über die Jahre für mich gesehen habe, ist folgendes Wenn du schon in großen Nöten bist mit deinen Projekten, dir Zeitplan läuft aus dem Ufer.
00:46:42: Die Kunden stehen schon vor der Tür oder das Geld reicht nicht.
00:46:47: Oder dann bitte, bitte schmeißt da nicht noch MSE in den Topf rein und zwar bei The Book alles was drin ist.
00:46:54: Das ist eine Bürde die dich nicht mehr trägt sondern die dich vielleicht erschlägt.
00:46:59: Vielleicht hilft sie dir noch aber vielleicht erschlägt sich.
00:47:03: deswegen Schau dir das rechtzeitig an, investiere in Wissen.
00:47:07: Das ist deine Macht.
00:47:09: Investiere in wissen.
00:47:10: schaue dir an wie das geht, kreier einer Neudeutsch-Awareness in deinem Unternehmen mit dem Management zusammen auch.
00:47:19: Binde alle ein.
00:47:20: du brauchst die Ingenieure und den Ingenieur genauso wie die Manager im Unternehmen Und dann starte pragmatisch.
00:47:27: nimm dir Bausteine raus.
00:47:32: Nehmen das vielleicht nicht so wahr, dass wir Prediger des MBE immer sequenzier sagen hier sind seine Anwendungsfälle.
00:47:37: Deine Szenarien dein Konzept of Operations deine frühen Anforderung deiner Operations Capabilities Milestones Seh das gar nicht so strikt.
00:47:46: wenn
00:47:46: du
00:47:47: Funktional arbeiten willst dann rede über Funktionen.
00:47:51: Wenn Du tief in die Architektur einsteigen willst und die Steckanschlüsse definieren willst weil das ist dein Problem.
00:47:57: Das ist für dich wichtig fangen bei den Steckanschlüssen an, fangen nicht bei den Newscases an.
00:48:01: Wenn die das klar ist lasse es sein und dann dann baumal auf.
00:48:07: fühl mal so rein wenn du sie erlauben kannst.
00:48:09: natürlich können wir uns oft nicht erlaub im Alltag tausend Experimente zu machen.
00:48:14: aber setze ich mit ein paar Leuten zusammen die das schon ein paarmal gemacht haben.
00:48:18: lassen paar grundlegende Dinge da rein fließen und gucke ob das praktisch in deiner Arbeitsprozesse passt und dokumentiere das GIP Prozesse vor Methoden Vorschprachen und Softwarewerkzeugen.
00:48:30: Nimm nicht den Nagel und den Hammer in die Hand, guck dir erst mal an wie du überhaupt arbeiten willst.
00:48:35: das ist mein erster Tipp.
00:48:37: Sprachen ja wir reden manchmal über die agnostischen Systeme.
00:48:42: meine Methode ist agnostisch gegenüber Modellierungssprachen, agnostische gegenüber Tools.
00:48:47: Ich habe einen differenzierteren Blick gewonnen weil ich manchmal glaube so richtig auseinander kriegen wir das auch nicht.
00:48:53: um wieder beim Bild des Handwerkers zu bleiben Der hat beim Bolzbau bewusst verschiedene Instrumente, weil die einfach gut sind.
00:49:01: Weil sie sich eignen um den Rumpf zu machen, weil sie sich zum Kleben einigen und so ein bisschen sich das auch.
00:49:05: Das heißt ich würde es nie so scharf auseinander diffundieren.
00:49:09: Ich will eine perfekte Methode haben, die völlig agnostisch ist.
00:49:11: dann kann ich SysML nehmen oder OPM oder sonst irgendwas Und ich kann alle Werkzeuge auf dieser Welt nehmen, das funktioniert nicht.
00:49:20: Also Mindset Change, also versuch das wirklich schmackhaft zu machen und wirklich wertvoll für die Leute.
00:49:26: Kommuniziere das häufig und oft und gehe in die Vorbereitung rein.
00:49:32: Baue dir dann Wissen und eine Community auf und arbeite pragmatisch was immer das auch heißt.
00:49:39: Und denk daran selbst wenn du das alles hast hast du immer noch deinen Freund oder Gegner diese Mantik.
00:49:48: Denk darüber nach, dass du im Austausch mit Menschen bist aus unterschiedlichen Bereichen.
00:49:52: Das ist ein großes Feld was wir auch haben und die hören was du sagst, die lesen was du modellierst verstehen aber was völlig anderes.
00:50:02: ich habe mal bei einer Konferenz den Spaß gehört wer den Begriff der Funktion in dem Raum und neun Ingenieure geben die fünfzehn verschiedenen Definitionen.
00:50:12: Was ist denn eine Funktion?
00:50:13: Das ist ganz praktisch, ein Beispiel was mir jetzt einfällt sind Schnittstellen.
00:50:18: Laut unserer Standardisierung in der ESA ist eine bestehende Schnittstelle im Interface aus den Schnittstellenden interface ends und das Interface dazwischen ist die Verbindung zwischen diesen Enden.
00:50:30: also vielleicht einen Steckerpunkt hier, einen Steckapunkt da unten Kabel daz wischen.
00:50:35: für die NASA ist es ganz anders die definieren Das anders.
00:50:39: Und für jemand bei der deutschen Bahn oder beim Hersteller von Nähmaschinen ist eine Schnittstelle vielleicht nochmal ne andere Definition und das missachten wir oft im Alltag.
00:50:48: also diese Komponent wirklich mit reinbringen, du sagst nie ich hab die Funktionen.
00:50:53: Ich habe den funktionalen Breakdown modelliert und ich denke super!
00:50:58: Ich weiß was Thomas da gemacht hat.
00:51:00: Das kann ich super nutzen für diese Phase von unserer Entwicklung.
00:51:02: aber es war völlig anderes als das was ich habe.
00:51:04: und diese Brücke müssen wir aktiv da überbrücken.
00:51:09: Da helfen uns auch nicht unbedingt die Tools oder die formale Definition in der Sprache wie der SysML, da müssen wir eben auch noch mal daran arbeiten dass wir beide wissen was reden wir da eigentlich?
00:51:20: und das haben wir über die Supply Chain.
00:51:22: Das haben wir zwischen den industriellen Partnern und den Unterauftragnehmern, das haben innerhalb der Domänen.
00:51:28: wenn ich mit einem Wissenschaftler spreche dann sieht er das ganz anders als mit dem Ingenieur und das werde ich als Tipp noch mitgeben.
00:51:36: also Denkt daran, dieser Kosmos besteht nicht nur aus MWSE.
00:51:41: Es ist ein Baustein.
00:51:43: benutzt auch die Werkzeuge, die ihr denkt sind die besten für die jeweiligen Teilaufgaben.
00:51:48: versucht das alles ein bisschen zu vernetzen.
00:51:51: Denkt darüber nach was Bedeutungslehre ist Semantik.
00:51:55: sprechen wir diese Besprache und dann schaut auch was die praktischen gegebenen sind.
00:52:00: ich habe es erwähnt der Austausch von die Informationen, wenn ich einen Unterauftragnehmer habe der eine Teilkomponente spezifiziert letztlich baut und qualifiziert dann ist es vielleicht so dass das ein kleines Unternehmen ist.
00:52:13: Die haben keine breite Basis von MbC die können sich damit wochenlang beschäftigen oder es ist vielleicht auch gar nicht notwendig.
00:52:22: manchmal sage ich so Wort ist nicht schlimm nicht jeder muss und dann sagt er okay Das Rahmenwerk verlangt, dass wir im Spezifikation Austauschen unterschreiben und letztendlich dann die Bezahlungen darüber abwickeln.
00:52:39: Dann ist das so, da tauscht eben dieses Artifakt, das Dokument mit den Aus-Muss nicht alles verschwinden.
00:52:45: Das ist dieser praktische Gedanke dabei.
00:52:48: Genau!
00:52:49: Das ist mein Tipp.
00:52:51: Ansonsten seit genießen ein bisschen die Leichtigkeit beim Modellieren.
00:52:56: mir macht es mehr Spaß als... Fünfhundertseiten in einem Text-Editierungstool an der Wahl zu schreiben.
00:53:02: Das mache ich auch noch, aber wenn ich kann dann, dann moduliere ich es, dann drücke ich irgendwann auf den Knopf und das dampft und es wackelt.
00:53:10: uns bewegt sich und dann treffe ich noch ein paar verrückte andere Leute die steckern das dann eine Virtual Reality Umgebung an.
00:53:20: mit einmal habe ich einen System, das hab' ich noch gar nicht gebaut, das habe ich noch nie spezifiziert vielleicht im Modell nur Und weil ich so ein paar Klasse-Kollegen habe, die das visualisieren können.
00:53:29: Kann ich auf einmal eine Mission ausführen?
00:53:32: Kann ich einen Flug abbilden?
00:53:34: Kann Ich Digitalsysteme steuern und ich hab es noch gar nicht gebaut.
00:53:39: Dann schaue ich mir das an und dann ist irgendwann der Weg vielleicht auch zum digitalen Zwilling da was ich in dieser Stelle ganz expliziten Nicht vermischen möchte.
00:53:48: für mich nicht das gleiche Ja, dann finde ich es super.
00:53:53: Dann ist mein Leben schöner und macht mir meinen Engineering viel mehr Spaß.
00:53:56: Dann kann ich Leute begeistern, dann kann ich im Training die Leute mitreisen und sagen, mach das selbst!
00:54:01: Guckt ihr das an?
00:54:03: Und dann haben sie eben nicht zwei Hundert Anforderungen geschrieben und wissen am Ende vom Tag nicht mehr so genau was das alles war sondern ja... Sie haben da was auch Schönes.
00:54:11: letztlich und das ist für mich ein schönen Gedanken.
00:54:15: Ich glaube der schöne Abschlussgedanke ist darin enthalten, er sagt Wir sind begeistert davon, einfach coole Dinge zu entwickeln.
00:54:24: Und diese Begeisterung kann in dem modelbasierten Arbeiten mitleben und das ist glaube ich das schönste Schlusswort, was man sich für so ein Podcast-Episode vorstellen kann.
00:54:38: Du bist auch kein schlechter Mensch ohne MWSE.
00:54:43: Das wollen wir aufhören!
00:54:45: Also in diesem Sinne Nils, ganz herzlichen Dank.
00:54:48: Ich habe dann teilweise sehr, sehr gebannt auch zugehört.
00:54:52: das waren tiefe Einblicke in die Art wie ihr mit MWSe arbeitet aber ich glaube auf eine Ebene gehoben die jeder der sich mit dem Thema beschäftigt und auseinandersetzen will direkt nehmen kann und reflektieren kann.
00:55:06: also
00:55:07: Sehr, sehr hilfreich.
00:55:08: Ganz herzlichen Dank dafür.
00:55:10: Damit sind wir am Ende unserer Episode angekommen.
00:55:14: Wir sind nicht unterbrochen worden durch Raumschiffstaats oder sonst irgendwas.
00:55:17: Wir befinden uns hier
00:55:20: im sicheren Raum.
00:55:22: Genau, das war ganz toll!
00:55:25: Ich bedanke mich auch bei den Zuhörer der heutigen Episode.
00:55:29: Freu mich dass sie wieder reingeschaut haben und freue mich auch, Sie dann beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen.
00:55:36: Wer weiß von wo wir dann aufzeichnen?
00:55:39: Erstmal vielen Dank!
00:55:40: Machen Sie es gut!
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